Samstag, 14. Oktober 2017

Hallo Neuseeland! :D

Day 26 / Day 1 NZ

Heute fliege ich nach Neuseeland!
Zunächst hatte ich aber ein riesen Glück in der früh. Da mein Flug schon um 8 Uhr ging, musste ich ja bereits gegen 6 am Flughafen sein. Netterweise hat Chamare mir gestern abend noch geschrieben, dass sie mich abholt und hinbringt. Jetzt zu dem Glück, das ich hatte: mein Wecker hat nicht geklingelt, weil mein Handy über Nacht nicht geladen hat und stattdessen ausgegangen ist. Da ich im Halbschlaf auf das Klingeln vom Wecker gewartet hab, wurde ich zum Glück von Chamares zaghaftem Klopfen an der Tür wach. Ein Blick auf die Uhr: 5 Uhr morgens, eigentlich wollte ich vor einer dreiviertel Stunde aufstehen!
Also schnell Chamare rein gelassen, alles so schnell wie möglich zusammen gepackt und dann ab zum Flughafen!
Wir haben es noch mehr als rechtzeitig für mich und etwas zu spät für Chamare (sie ist danach in die Arbeit gefahren) zum Flughafen geschafft und ich konnte entspannt einchecken und dann mein Handy für zwei Stunden laden.
Der Flug war sehr kurzweilig, ich habe zwei Filme geschaut und mich gut mit meiner Sitznachbarin, einer älteren Dame, unterhalten.
Die Einreise war trotz (deklariertem) Essen im Gepäck überhaupt kein Thema und draußen hat Nathan schon auf mich gewartet.
Nathan ist Pfadi und hat ständig Backpacker bei sich daheim. Er hat mich kurz bei sich abgesetzt und ist dann wieder zu Arbeit und ich konnte ein bisschen entspannen, ankommen, und vor allem Duschen!
Abends haben wir zusammen vorm fernseher zu abends gegessen und ich habe seine 10-jährige Tochter kennen gelernt.
Temperaturmäßig ist es hier eher wie daheim, etwas kalt, regnerisch, eigentlich wie unser Frühjahr. :)


Day 27 / Day 2 NZ

Ich habe zum ersten mal so richtig richtig ausschlafen können! Um 11 bin ich dann verschlafen aufgestanden, hatte ein spätes Frühstück und habe mich dann im Internet ein bisschen schlau gemacht bezüglich Banken in der Nähe (ich hatte bis jetzt keinen einzigen neuseeländischen Dollar) und wie ich am nächsten Tag am besten in die Stadt komme.
Eine Westpac gibt es tatsächlich in der Nähe, also habe ich mich zu Fuß auf den Weg gemacht. Ein 15-minütiger Spaziergang und schon war ich da und habe mein erstes neuseeländisches Geld in der Hand gehalten!
Davon habe ich mir auch gleich nebenan in einem Coffeeshop einen Kaffee to go und einen riesen Muffin gekauft - umgerechnet für 4,50€. Mein Herz hat bei der to-go-Plastikbecher zwar ein bisschen geblutet aber ging in dem Moment nicht anders.
Zurück bei Nathan habe ich den Muffin mit seiner Tochter geteilt (es sind Schulferien, daher war sie daheim).
Danach habe ich mich um ein paar Pfadisachen gekümmert und bin ein bisschen im Internet versunken ;)
Abends haben wir wieder gemeinsam zu abend gegessen und eine witzige neuseeländische Serie geschaut. Nathan hat mir auch ein bisschen von den Erdbeben erzählt, die hier 2010/2011 gewesen sind und mir nochmal erklärt, wie ich in die Stadt komme (mit der Blue Line).


Day 28 / Day 3 NZ

Ich habe wieder ein bisschen ausgeschlafen und bin dann nach dem Frühstück in die Stadt gefahren. Auch hier ist das mit den Bushaltestellen eher schwierig für Touristen, nachdem es keinerlei Ansagen gibt und man Stop drücken muss, damit der Bus an der nächsten Haltestelle hält.
Ich bin dann zuerst zum Visitorcenter gegangen, um mir einen Stadtplan zu besorgen, damit ich auch weiß, wo ich bin.
Dann bin ich ins Canterbury Museum gegangen. Die haben da versucht, die Geschichte der Besiedelung darzustellen, gleichzeitig aber auch viel Allgemeinwissen (Dinos, Erdbeben, Ägyptologie etc.) auszustellen. Das Museum hat keinen Eintritt gekostet und dafür fand ich das echt gut, aber ansonsten hatte ich irgendwie das Gefühl, das Museum ist eine Eierlegende Wollmilchsau.
Nach dem Museum bin ich in den Botanischen Garten. Hier gibt es auch die verschiedensten Kleinigkeiten zu sehen, hat mich ein bisschen an den Englischen Garten erinnert. Nur in kleiner.

Rosengarten

Pfadi und Weltfrienden..

Hier bin ich!
Nach dem Garten bin ich den Avon River entlang zum Memorial, wo der Toten der großen Erdbeben gedacht wird. Auch sehr schön gemacht mit einer Mauer, wo die Namen eingraviert wurden.
Danach war ich plötzlich schon an der Container Mall, die nach dem Erdbeben aus Containern errichtet wurde. Da kann man ganz gut Essen und in der Sonne sitzen.
Außerdem ist da auch die Bridge of Remembrance, die für die Kriegsopfer der beiden Weltkriege errichtet wurde.


Die alte Kathedrale der Stadt wurde durch das Erdbeben unbrauchbar gemacht und ist derzeit nur für einige Vögel ein Zuhause. Weiter ging es dann zur New Regent Street gelaufen, auch eine Art Shopping Street, aber mit vielen kleinen Kaffees. Ich habe mir einen Cappucchino und ein Eis gegönnt, bevor ich zur den 185 empty chairs und der Cardboard Cathedral gelaufen bin.
Die 185 empty chairs sind auch wieder eine Erinnerung an die Erdbebenopfer und die Cardboard Cathedral wurde quasi als Ersatz zur alten Kathedrale errichtet. Die Cathedral ist, wie der Name schon sagt, aus Karton errichtet und wirkt sehr hell und einladend! Hat mir richtig gut gefallen!

Innenraum
Über dem Eingang
Auf der Suche nach einem Vodafone-Shop, der nicht mehr da ist, wo ihn das Internet angesagt hat, bin ich wieder durch die komplette Stadt zurück zum Visitorcenter gelaufen. Dort gab es dann eine kostenlose TravelSim von Vodafone, die man nur aktivieren und aufladen muss. Das habe ich zurück bei Nathan auch direkt gemacht (nachdem ich 2 Stunden mit deren Hündin gekuschelt habe - sie hatte wohl die beste Krauleinheit seit langem..).
Abends haben wir wieder ein Film geschaut :)


Day 29 / Day 4 NZ

Nach der langen Sightseeingtour gestern stand heute deutlich weniger auf dem Programm. Ich habe schon mal Lebensmittel eingekauft, damit wir das nicht noch morgen machen müssen, wenn Matthias endlich in Neuseeland ankommt.
Ich habe zwar etwas viel eingekauft, um es zurück zum Haus zu tragen, hab das aber trotzdem durchgezogen (ich wollte nicht für zwei Busstationen 4$ zahlen..). Ich habe mich dann nochmal auf den Weg gemacht, um bei dem Obststand gegenüber noch ein bisschen Obst zu kaufen. Das ist hier nämlich deutlich billiger als im Supermarkt!
Mittags habe ich es mir auf der Couch gemütlich gemacht und habe Football geschaut: Eagles vs Panthers. Natürlich haben die Eagles gewonnen! ;)
Nathan war dann früher zu Hause und wir haben uns The Blind Side angeschaut, ein Film über einen Footballspieler.
Danach sind wir in die Stadt gefahren (seine Tochter ist über Nacht bei den Großeltern) und haben uns mit einem Freund von ihm getroffen (auch Pfadi) und wir waren essen und ich habe meinen ersten neuseeländischen Wein in Neuseeland getrunken.
Der Abend war echt nett, sehr entspannt und sehr lustig. War ein guter Abschluss zum entspannten Leben, bevor es morgen wieder auf die Straße geht.
Aber ich freue mich schon sehr, wenn Matthias endlich hier ist und wir unser kleines Abenteuer gemeinsam beginnen können!

Montag, 9. Oktober 2017

Brisbane - old friends

Sa 23: Sa, 07.10.2017

Heute ist der letzte Tag von Phils und meiner gemeinsamen Reise, denn Phil fliegt heute zurück nach Deutschland.
Zuerst haben wir ein Restefrühstück veranstaltet, dann aussortiert, was wir der WG da lassen und was ich bzw. Phil mitnehmen wollen.
Danach ging es ans Packen, denn unser Plan war, dass wir heute nochmal in die Stadt zum Markt nach South Bank fahren, von wo aus Phil super mit dem Airtrain zum Flughafen kommt. Dazu mussten wir aber sein ganzes Gepäck schon mal mitnehmen, was bedeutet, dass wir schon in der Früh alles packen mussten.
Alex hat uns dann netterweise mittags rum in die Stadt gefahren und uns bei einem Coles in der Nähe von South Bank abgesetzt, wo wir nochmal TimTam shoppen waren.
Das war deshalb so wichtig, weil Phil etwas Zeug für daheim von mir mitgenommen hat (ein Paket schicken ist verdammt teuer!) und eben auch TimTams zu mir schickt.
Nach ein bisschen über den Markt schlendern, haben wir uns eine German Sausage (die echt erstaunlich gut war) gegönnt und uns auf eine Wiese gehockt.

German sausage!
 Die Zeit ist super schnell vergangen und schon mussten wir uns verabschieden. 23 Tage zusammen reisen, in guter und schlechter Laune, das schweißt schon zusammen. Ich möchte keinen Tag missen und ich hatte eine spitzen Zeit!

Ein letztes gemeinsames Bild..
Ich bin mit dem Bus zurück zur WG gefahren, während Phil wohl in den Zug zum Flughafen gestiegen ist.
Meine Reise geht weiter, daher war ich sehr froh, dass Alex mich nach Carina Heights zu Josh, meinem ehemaligen Gastbruder, gefahren hat. Hier darf ich die nächsten drei Nächte schlafen.
Kaum dort wurde ich auch schon von Chamare und ihrem Freund Ross abgeholt. Ich war mit Chamare vor 5 Jahren auf der High School und sie ist echt eine wunderbare Person.
Zusammen sind wir zu den Mt Gravatt Showgrounds gefahren. Dort haben wir uns mit zwei Freunden von Ross getroffen und sind Mingolf spielen gewesen. Neben dem Minigolf war ein Food Market und wir konnten uns aus jeder Menge verschiedener Stände aussuchen, was wir essen wollten.
Alte und neue Freunde
Eine der wunderbarsten Personen auf diesem Planeten
Chamare und Ross haben mich dann abends zurück zu Josh und seiner WG gefahren. Ich habe mich noch kurz mit den Jungs auf dem Balkon unterhalten, bevor ich mich den Mücken geschlagen geben musste und ins Bett gegangen bin.


Day 24: So, 08.10.2017

Chamare und Ross haben mich in der früh um 7 abgeholt und gemeinsam sind wir zum Lamington National Park gefahren. Dort kann man wandern gehen (was wir nicht gemacht haben) und Vögel füttern. Chamare hat extra Vogelfutter eingepackt, damit wir nichts kaufen müssen, und wir waren sofort von den ganzen Vögeln eingenommen.
 

















Danach sind wir zum Tree Top Walk gegangen, wo man auf Hängebrücken durch die Baumwipfel gehen kann. Auf einen Baum kann man auch relativ weit hoch klettern, was wir natürlich gemacht haben.


Nach einem Picknick mit Cracker'n'Cheese und selbst gebackenen Brownies und Kuchen von Chamare sind wir wieder aufgebrochen und zurück nach Brisbane gefahren. Dort haben mir die beiden ihr Haus gezeigt und mir ihre beiden Katzen, Crumpy und Muffin, vorgestellt.
Die beiden haben ein richtig schönes Haus mit drei Zimmern, einer riesen Terrasse und einem großen Garten. In so ein schönes Haus würde ich auch sofort einziehen :O
Fürs Abendessen sind wir in die Stadt gefahren, weil ich ja noch eine Verabredung im Unitheater habe, wo die beiden mich auch noch hingefahren haben. Und ich habe mir sorgen gemacht, wie ich öffentlich am besten dahin komme ;)
Nach einem ganz herzlichen und bisschen traurigem Abschied (die beiden sind einfach super lieb und ganz ganz tolle Menschen!!!) bin ich in das Theater gegangen. Der Grund weshalb ich hier bin: einer meiner damaligen Pfadifreunde studiert Psychologie und das Stück haben die selbst geschrieben und war im Endeffekt eine sehr ausbalancierte Sache zwischen lustig und ernst zum Thema "Mental Health".
Hinterher hab ich noch mit Jonty über die letzten 5 Jahre gequatscht, beim aufräumen geholfen und ja auch die Zeit mit einem weiteren tollen Menschen genossen.

Scout-reunion

Day 25: Mo, 09.10.2017

Heute habe ich mich mit Morgan zum frühstücken in der Stadt getroffen. Mit Morgan war ich auch auf der High School und sie hat mir am Anfang alles gezeigt und mich ein bisschen unter ihre Fittiche genommen.
Nach einem leckeren Frühstück hat sie mir einen kleinen Laden gezeigt, wo man Schokolade aus Noosa kaufen kann. Die Schokolade kommt täglich frisch gemacht nach Brisbane und ist nie älter als 48 Stunden. Man kann sich selbst verschiedene Früchte in Schokolade gehüllt abpacken. Ich habe mir ein paar gefrorene Erdbeeren in Schokolade gegönnt.
Danach hat sie mir ihre Uni an den Botanical Garderns gezeigt. Von einem Gebäude aus hatten wir einen wunderbaren Blick nach South Bank auf der anderen Seite des Flusses. Außerdem ist auf dem Campus das älteste Gebäude Brisbanes - das Government House - in das wir auch kurz rein geschaut haben. Auch ein richtig schönes altes Gebäude - wobei alt in Australien ja relativ ist ;)
Da sie um 12 einen Kurs hatte, haben wir uns verabschiedet und ich bbin zurück in die Stadt getiegert.


In der Stdat war ich noch in ein paar Läden, die wir in Deutschland nicht haben und habe mit prompt noch zwei T-Shirts für insgesamt 20$ gekauft. So ein Schnäppchen habe ich vor 5 Jahren in Singapur auch gemacht (das auf dem Bild mit Morgan ist übrigens eines der damaligen Oberteile..).
Auf dem Weg zum Bus habe ich dann noch die beiden getroffen:

City Kängurus
Zurück bei Josh habe ich mich eigentlich nur kurz zum verschnaufen aufs Bett gelegt und bin prompt eingeschlafen. Ich bin heute echt super müde und mir werden auch die entschleunigten Tage in Christchurch gut tun bevor es wieder auf die Straße geht.
Dann habe ich mich noch um meine Wäsche gekümmert (ich musste gestern waschen) und versuche jetzt, irgendwie alles in meine beiden Rucksäcke zu packen, damit ich morgen früh nur noch meinen Kulturbeutel und mein Handtuch rein schmeißen muss. Und obwohl ich Phil ein paar Sachen mitgegeben habe, ist das immer noch eine Herausforderung ...

Der nächte Blogeintrag kommt dann schon aus Neuseeland ;)
Ich hoffe es geht euch allen gut! <3

Samstag, 7. Oktober 2017

Von Sydney nach Brisbane

Auch die letzte Woche war wieder voll mit vielen Eindrücken, aber auch deutlich entspannter als die Zeit vor Sydney, nachdem wir deutlich weniger Strecke fahren mussten und uns mehr Zeit nehmen konnten.

Day 17: So, 01.10.2017
Unser heutiges Etappenziel heißt Port Maquirie. Hier wollen wir uns nochmal mit Warren und Sarah und einigen ihrer Freunde treffen.
Aber zuerst bedeutet das Abschied nehmen von Lachlan und seiner Familie in Sydney, die uns wirklich ein richtiges Heim geboten haben - zumindest für die kurze Dauer.
Als erstes sind wir nach Newcastle zum Nobby Beach gefahren und haben hier eine ganze Zeit  verbracht (wunderschöner Strand und keine Parkgebühren..), bevor wir weiter Richtung Norden gefahren sind.

Nobby Beach
Wir waren relativ spät in Port Mac, nachdem wir uns heute Zeit gelassen haben in Sydney loszukommen und natürlich viel Zeit in Newcastle gelassen haben.
In Port Macquirie haben wir dann Warren und Sarah wieder getroffen, die uns in die Scout Hall, die sie gemietet haben, eingeladen haben. Während wir uns ein Schlaflager geschaffen haben, sind immer wieder auch die Freunde gekommen und wir haben alle kennen gelernt.
Abends sind wir noch in eine Bar gegangen, haben dort gegessen und Rugby (oder so) geschaut und hatten einfach einen netten Abend. Als das Spiel vorbei war, sind wir zurück und wollten eigentlich Richtung Bett, aber dann hat uns eine Runde Skip-Bo aufgehalten und wir haben noch bis nach 12 gezockt. Ich hab immer verloren, Phil hat immer gewonnen. Aber so ist das ja.. Pech im Spiel, Glück in der Liebe ;)

Day 18: Mo, 02.10.2017
Wahnsinn, es ist schon Oktober. Die Zeit vergeht so rasend schnell!
Heute morgen haben wir zuerst die Scout Hall auf Vordermann gebracht (und ja ich bin gestorben vor Hunger). Dann haben wir uns ein nettes Café zum Frühstücken gesucht und es gab natürlich Pancakes für uns.
Dann durften wir unseren ersten richtigen Regen in Australien erleben, denn das Wetter hat beschlossen, dass es jetzt keinen Bock mehr hat sonnig zu sein.
Also sind wir im Regen zurück gestapft, haben uns von allen verabschiedet und sind dann wieder in unseren Camper gestiegen.
Unser Ziel war Coffs Harbour, wo wir erst Geld geholt haben (Phil hat ja seine Kreditkarte in Sydney verloren) und dann bei der Big Banana vorbei gefahren sind.
Die Big Banana wurde uns sowohl von Lachlans Vater, als auch von Warren empfohlen. Eigentlich ist sie der Eingang zu einem Freizeitpark, aber gleichzeitig ist sie Touristenattraktion. In echt war sie leider nicht so groß wie erwartet.

The Big Banana!!!!
Es hat weiterhin den ganzen Tag geregnet, daher haben wir auch beschlossen, nicht bis Byron Bay zu fahren, sondern dass auf den nächsten Tag zu verschieben.
Halt gemacht haben wir an einem Rastplatz, der New Italy heißt, und wo es abgesehen von Klos auch ein Café und ein kleines Museum gab. Hier haben sich wohl italienische Auswanderer nieder gelassen und das ganze wird wohl von deren Nachfahren betrieben.

Day 19: Di, 03.10.2017
Das mit dem Ausschlafen gestaltet sich bei mir ja immer etwas schwierig, der heutige morgen war leider keine Ausnahme.
Irgendwann war mir auch das Lesen zu doof und ich binn aufgestanden. Phil ist dann auch langsam aufgewacht und wir konnten uns auf den Weg nach Byron Bay machen.
Leider hat es weiterhin geregnet oder zumindest genieselt, sodass wir auch ein eher schwül-nasses Erlebnis in Byron Bay am westlichsten Punkt des australischen Festlandes hatten.


Trotz doofem Wetter haben wir immer noch Spaß ;)
Wir haben in Byron Bay bestimmt drei Stunden verbracht - erst waren wir einkaufen und sind ein bisschen durch die Stadt gelaufen, dann sind wir zum Wategos Beach gefahren und von dort aus zu mehreren Aussichtspunkten gegangen.
Am Ende sind wir die Felsen von dem Aussichtspunkt runter zum Strand geklettert und konnten den Strand entlang zurück zum Auto laufen. Natürlich haben wir ganz viele Fotos in der Zeit gemacht bzw. Phil hat seine GoPro weiter ausgetestet und versucht, die Wellen in Nahaufnahme aufzunehmen als Video. Sind einige richtig coole Dinger dabei raus gekommen!
Nach Byron Bay sind wir Richtung Tweed Heads gefahren, weil es laut unserer CamperMate-App leider keine normalen kostenlosen Rastplätze zum Übernachten mehr gibt. Verständlich, hier an der Küste ist bis Brisbane hoch alles besiedelt. Also haben wir in Cinderah, einem Vorort von Tweed Heads, einen einigermaßen billigen Cravanpark gefunden.
Da es noch sehr früh war, sind wir noch zum Fingal Beach gelaufen (4 km einfach), wo es nochmal Wellenfotos und Videos gab. Dann sind wir noch zu dem Leuchtturm hoch geklettert (dem ältesten Gebäude in Tweed Heads) und sind dann entspannt zurück gelaufen. Ach ja, es hat hier auch nicht mehr geregnet ;)

Die Jungs sind immer dabei!

Traumhaftes Wetter, traumhafter Strand!

Day 20: Mi, 04.10.2017
Heute morgen haben wir uns wieder Zeit gelassen, denn unser heutiges Ausflugsziel - die Currumbin Wildlife Sanctuary - liegt nur 15 Minuten entfernt und in einer anderen Zeitzone. Da wir also eh wieder eine Stunde zurück bekommen, konnten wir ganz entspannt starten.
Wir waren dann trotzdem schon um 9 nach Queenslandzeit in Currumbin und sind erst mal schnurstracks zum Koalahalten gegangen. Vor 5 Jahren konntest du hier noch ein Foto machen lassen und dich am Ende entscheiden es nicht zu nehmen, jetzt mussten wir vorher zahlen, haben dafür aber auch zwei Ausdrucke bekommen.
Danach ging es einmal quer durch den ganzen Park. Über ganz vielen kuscheligen Koalas beim schlafen zugucken, hin zur Pelikan- und Aalfütterung. Reptilien- und Flugshow durfte natürlich auch nicht fehlen und die Krokodielfütterung haben wir uns auch nicht entgehen lassen.
Im Streichelzoo haben wir mir Kängurus gekuschelt und nach 6 oder fast 7 Stunden sind wir dann wieder zurück am Camper gewesen. Ja, ich hatte danach Fußschmerzen ;)

Aalfütterung

Nice to meet you, Blinky Bill!



Nach Currumbin sind wir zu unserem nächsten Schlafplatz im Springbrook National Park gefahren. Das war eine elendige Kurverei aber am Ende hat es sich doch gelohnt. Unser Lagerplatz war mitten im nichts, Toiletten und Picknicktische gab es, und das ganze für nur 6$ pro Person!
Wir haben die Nacht also mit Geräuschen der Wildnis verbracht :D

Day 21: Do, 05.10.2017
Heute geht es nach Brisbane! Aber zuerst wollten wir den National Park ausnutzen und sind wandern gegangen. Hier gibt es wieder, ähnlich wie in den Blue Mountains, viele Klippen. Wir haben einen kurzen Wanderweg über 6 km gewählt, bei dem wir uns aber Zeit gelassen haben. Die Aussicht vom Wasserfall war grandios, unten am Wasserfall zu stehen sogar dann noch grandioser!
Die Umgebung war einem Regenwald sehr ähnlich. Überall Lianen, die Bäume und die Temperatur haben einfach sehr daran erinnert.


Wasserfall von oben

Wasserfall von unten
Nach einem Restemittagessen sind wir dann einmal kurz nach Surfers Paradise gefahren, damit Phil das auch mal gesehen hat und haben uns dann auf direktem Weg nach Brisbane zum Mt Coot-tha gemacht. Dort habe ich damals einen meiner letzten Ausflüge hin gemacht, dieses Mal war es der erste.
Der Blick über Brisbane war wirklich wunderbar und ich kann immer noch kaum glauben, dass ich wirklich hier bin!

Wir haben uns da oben noch einen Kaffee zur Aussicht gegönnt (mein erster Kaffee übrigens seit ich München verlassen habe) und sind dann langsam zu unserem Übernachtungsplatz gefahren.
Die Jungs, bei denen wir zwei Nächte bleiben können, sind natürlich auch Pfadis, waren auch am Moot und haben uns sehr nett aufgenommen. Abends sind wir noch in eine Bar zum essen gegangen und saßen danach noch gemeinsam auf der Couch und haben ein bisschen ferngesehen.

Day 22: Fr, 06.10.2017
Heute mussten wir unseren Camper zurück geben. Also haben wir ganz brav alles sauber gemacht, haben unser restliches Zeug ausgeräumt und sind dann einmal quer durch Brisbane zum abgeben gefahren. Tank und Gasflasche mussten wir natürlich voll abgeben. Tank - kein Problem - Gasflasche schon eher. Aber dank einem Tipp haben wir einen kleinen Hardware Store gefunden, der uns die Flasche nicht nur voll gemacht, sondern dann auch nicht mal den ganzen Preis berechnet hat, weil die Flasche nur halb leer war.
Die Dame, bei der wir den Camper abgegeben haben, war sehr happy, wie sauber und ordnelich wir alles hinterlassen haben und es gab nichts zu bemängeln.
Mit dem Taxi sind wir dann zurück in die Innenstadt gefahren und haben einen Spaziergang durch die Queen Street Mall gemacht.


Anschließend sind wir über den Brisbane River und sind noch durch South Bank geschlendert, bis uns ein richtig fieser Platzregenschauer erwischt hat. Nach 15 Minuten war der Spuk aber wieder von 100 auf 0 vorbei und wir konnten und wieder auf den Weg machen.
Das besondere an South Bank ist übrigens der Strand mitten in der Stadt. Das ist wie ein kostenloses Schwimmbad dort. Echt genial, nur manchmal dann halt auch sehr voll..

Es hat nur ein kleines bisschen geregnet...
 Die Busse in Brisbane sind nicht sonderlich touristenfreundlich, weil Haltestellen werden nicht angesagt. Sprich du musst eigentlich vorher wissen, wo deine Haltestelle ist und wann du Stop drücken musst (wenn du das nicht machst, wird auch nicht gehalten...). Aber auch das haben wir geschafft und sind wohlbehalten zurück zu Blakes und Alex' WG gekommen. Zum Abendessen gab es Kaiserschmarrn und ein paar Folgen einer Serie namens "The Good Place".

Skyline of Brisbane

Samstag, 30. September 2017

Sydney in zwei Tagen

Die letzten beiden Tage habe ich mit einer Crashtour durch die Innenstadt von Sydney verbracht.

Day 14: Do, 28.09.2017
Ich war mal wieder zur Abwechslung vor meinem Wecker wach. Sehr ärgerlich, wenn man bedenkt, dass ich hier im Urlaub natürlich mal ausschlafen könnte.
Es hat heute Nacht etwas "geregnet", das ganze war ein bisschen Nieselregen. Der hat uns beim Abspülen nach dem Frühstück nochmal erwischt, aber das wars mit Regen bisher.
Wir mussten nur ein kurzes Stück fahren, dann waren wir auch schon raus aus den Blue Mountaint und drin im Stadtverkehr von den ersten Vororten Sydneys. Insgesamt hat es dann doch eine gute Stunde gedauert, bis wir von den ersten Sydney-Schildern endlich bei Lachlan angekommen sind.
Lachlan ist ein australischer Pfadi, der mit mir zusammen in einer Kleingruppe am Moot in Island war und mit dem ich mich richtig super verstanden habe.
Lachlan wohnt bei seinen Eltern in Mosman, das ist ein ziemlich zentraler Stadtteil von Sydney und wir konnten die nächsten Tage immer innerhalb von 20 Minuten mit der Fähre in die Stadt fahren.
Das Haus ist riesig und Phil und ich haben jeweils ein eigenes Zimmer bekommen.
Um 14 Uhr habe ich ein bisschen mit Matthias geskyped und danach sind wir noch einmal durch die Bucht zur nächsten Landspitze gelaufen, von wo aus wir das Sydney Opera House und die Harbour Bridge sehen konnten. Das war natürlich ein erstes Highlight unseres Aufenthaltes hier.
Abends gab es dann ein kleines Abendessen mit Lachlans Mutter zusammen und wir sind danach zum ersten Mal mit der Fähre nach Sydney rein, um uns mit einem anderen Pfadi, den ich am Moot getroffen habe, zu treffen.
Wir hatten einen richtig coolen Abend und haben unsere Übernachtung von Sonntag auf Montag in Port Macquirie schon mal gesichert (der andere Pfadi, mit dem wir uns getroffen haben, geht dort Campen und hat uns eingeladen vorbei zu schauen für die Nacht).

Alte und neue Freunde


Unsere Fähre zurück haben wir fast verpasst, weil wir ja jedes Mal Tickets kaufen müssen, sodass wir grade so ums arschlecken noch auf die Fähre nach Hause gekommen sind.

Day 15: Fr, 29.09.2017
Wir wollten gegen 9 aufstehen, aber was ist? Ich kann natürlich nur bis 7 schlafen.
Nach dem Frühstück haben wir unseren ursprünglichen Plan, zuerst einkaufen zu fahren und dann in die Stadt, über den Haufen geworfen und sind direkt mit der Fähre in die Stadt - denn wir brauchten überhaupt nicht viel und das musste alles nicht gekühlt werden, sodass wir einfach in der Stadt schnell in einen Coles gesprungen sind und eingekauft haben.
Auf unserem Tagesplan stand zunächst eine Tour durch das Opera House. 1 Stunde durch das Haus mit einem sehr lustigen Tour Guide war ein richtig guter Start unserer Tour durch Sydney.
Danach sind wir durch den Botanischen Garten zur nächsten Landzunge, wo man sowohl das Opera House als auch die Harbour Bridge wunderbar auf ein Foto bekommt.

Wir sind Touris und machen Selfies vor dem Opera House!

Auf dem Weg zu St. Marys Cathedral ist Phil dann aufgefallen, dass er seine Kreditkarte irgendwo verloren haben muss und ist deswegen umgekehrt, um nochmal bei der Landzunge und dem Opera House vorbei zu schauen und zu sehen, ob jemand vielleicht die Karte gefunden oder abgegeben hat.
Wir haben uns dann etwas später an der Cathedral getroffen. Die Kreditkarte wurde zum Glück gefunden und abgegeben.
Nach der Cathedral sind wir etwas durch die Innenstadt gelaufen und haben uns etwas treiben lassen. Gegen vier haben wir uns auf den Rückweg gemacht, denn wir hatten ja noch einiges vor: heute Abend wollten wir für die Familie kochen und ich habe mir eingebildet, dass ich Dampfnudeln machen will.
Also Hefeteig machen, den etwas ruhen lassen und als Lachlan aus der Arbeit gekommen ist, haben wir das in einen Bräter mit Deckel gegeben (eine Pfanne mit Deckel gibts in diesem Haushalt nämlich nicht) und haben gehofft, dass es einigermaßen was wird.
Am Ende hat es erstaunlich gut geschmeckt (dafür dass wir falsches Mehl erwischt haben und die nicht so ganz aufgegangen sind wie sie sollten) und ich hoffe sehr, dass es allen trotzdem irgendwie geschmeckt hat. Ist halt schon schwierig unter komplett anderen Bedingungen zu kochen als normalerweise.
Wir saßen dann noch richtig lange zusammen und haben über alles mögliche gequatscht. Lachlans Eltern sind super lieb und super zuvorkommend. Es war insgesamt ein richtig richtig schöner Abend.

Day 16: 30.09.2017
Heute, am Geburtstag meiner Tante (Happy Birthday!!), sind wir nochmal in die Stadt gefahren, diesmal aber mit unserem persönlichen Tour-Guide. Lachlan ist mit uns in die Stadt gefahren und wir haben nochmal eine Tour gemacht: zuerst sind wir über die Harbour Bridge gelaufen und waren dann im Teil, der The Rocks genannt wird. Weil Samstag ist, war hier ein Markt, wo man gefühlt alles kaufen kann. Ein bisschen wie ein kleines Tollwood. Dort gab es außerdem ein Munich Brauhaus, ganz mit Biertischgarnituren, Hendl und Bier. Habe mich gleich wie daheim gefühlt.
Dann sind wir zum Hyde-Park mit seinem Denkmal an die Opfer der Soldaten und der Familien. Ein richtig schönes Gebäude, an deren Decke ewig viele kleine Sterne hängen und einfach eine ganz wunderbare Stimmung hat.
Danach sind wir etwas durch die Stadt und nach Darling Harbour, wo wir festgestellt haben, dass dort wohl die Australische Comic Convention sein muss, nachdem wir extrem viele Leute kostümiert gesehen haben. Da waren auch richtig gute Verkleidungen von Batman, Catwoman, Superman und Wonder Woman dabei.
Danach haben wir noch etwas die Schiffe vom Maritime Museum von außen betrachtet, bevor wir uns zurück auf den Weg zum Opera House gemacht haben, um ein großes Versäumnis nachzuholen: Fotos mit unseren Pfadi-Enten und meinem Pfadi-Bär.
Wir haben uns dann noch mit einem weiteren Pfadi getroffen, der mit Lachlan und mir in einer Patrol gewesen ist am Rover Moot und sind gemeinsam Essen gegangen. Und wenn wir schon mal in Sydney sind, mussten wir natürlich war mit Meeresfrüchten essen, daher habe ich mir Crepes gefüllt mit Meeresfrüchten bestellt, was richtig richtig lecker war!
Nachdem wir etwas spät dran waren für unsere Fähre, ist Phil gelaufen, um uns unsere Tickets zu kaufen - und hat prompt seine Kreditkarte wieder verloren. Also sind wir ab heute Kreditkarten- aber nicht Geldlos. Haben ja noch einiges an Back-Up-Plan.
Jetzt gibts vermutlich noch einen kleinen Filmabend, bevor wir todmüde von dem Tag und den Ereignissen ins Bett fallen.

Donnerstag, 28. September 2017

Sydney!! - here I am!

Hallo ihr Lieben,

wir sind vor ungefähr einer Stunde in Syndey angekommen und machen hier 3 Nächte Pause bei einem Freund von mir, der mit mir zusammen in einer Patrol war.

Aber zunächst mal die Zusammenfassung der letzten Tage für euch:

Tag 10: So, 24.09.2017
Wir sind heute ganz entspannt in Coober Pedy los, war alles fast schon vertraut, nachdem wir ja schon die zweite Nacht hier gewesen sind.
Der Weg hat uns zurück nach Port Augusta geführt, wo wir getankt und uns überlegt haben, wo wir heute Nacht verbringen wollen. Wir wollten noch weiter Richtung Adelaide fahren. Unser Navi hat uns dann bis 40km vor Adelaide in ein Dorf geführt, wo man kostenfrei übernachten durfte.
Auf dem Weg nach Adelaide haben wir dann mal die Fähren nach Kangaroo Island gegoogelt und einstimmig beschlossen, dass 188$ für ein One-Way-Ticket auf die Insel doch etwas arg viel ist. Gerade wenn wir eigentlich nur zwei Nächte dort bleiben wollten.
Also haben wir kurzerhand unseren Plan geändert, und stattdessen die zwei Nächte in die Blue Mountains verlegt.

Tag 11: Mo, 25.09.2017
Heute Nacht ist es zum ersten Mal richtig frisch gewesen. Das mit dem Ausschlafen, was wir eigentlich vor hatten, hat irgendwie auch nicht so recht funktioniert, und so kam es, dass ich früher aufgestanden bin und just vor unserem Camper eine Dame getroffen habe, die gerade mit Hund und Pony Gassi gegangen ist.
Wir sind dann nach dem Frühstück relativ zügig nach Adelaide gefahren, wo wir erst einmal Großeinkauf gemacht haben.
Danach sind wir noch ein bisschen durch die Innenstadt gefahren und haben uns schlussendlich noch die St. Peter Cathedral angeschaut.
Danach ging es zurück auf die Straße in Richtung unseres nächsten Schlafplatzes. Am Lake Benanee haben wir noch einen schönen Sonnenuntergang erlebt und sind dann ins Bett.



Tag 12: Di, 26.09.2017
Heute Nacht war es noch frischer als letzte Nacht. Trotzdem war es sehr schön mit Seeblick aufzuwachen und zu frühstücken. Wir haben sogar einen Falken, mehrere Schwalben und einen Pelikan gesehen.
Unser heutiges Tagesziel ist der Van Park in Crowa, wo wir uns mal wieder einen Platz mit Strom gönnen wollen. Sehr passend, nachdem Phils Laptop den Akku aufgegeben hat.
Wir sind im Endeffekt ohne Mittagspause durchgefahren (vom im Auto hocken bekommt ja auch nicht wirklich Hunger) und waren dann schon um kurz nach 3 dort.
Auf dem Weg hat sich die Landschaft wieder deutlich verändert. Um Adelaide rum war alles Farmland. Jetzt Richtung Blue Mountains war es zwischendurch nichts und dann wurde alles recht grün und zu Weideland - wir haben ewig viele Schafe und ein paar Rinder gesehen.
Auch die Vögel waren hier etwas mutiger und wir mussten richtig aufpassen, dass wir nicht noch einen unserer Todesliste hinzufügen.
Das Abendprogramm bestand aus waschen, kochen und dann gemütlich Film gucken!


Tag 13: Mi, 27.09.2017
Heute Nacht war es richtig richtig richtig kalt und ich konnte kaum schlafen weil ich einfach nicht warm geworden bin.
In der Früh war ich dann sehr froh um die heiße Dusche, die ich mir gönnen konnte.
Nach dem Frühstück ging es in die Blue Mountains zum Echo Point Lookout, von wo man die Three Sisters sehen konnte.
Blue Mountaint - Three Sisters
Danach haben wir uns nochmal kurz in den Camper gesetzt und sind nach Wentworth Falls gefahren (nicht, dass man in Katoomba nicht wandern gehen könnte, aber 4$ pro Stunde war uns einfach zu viel Parkplatzgebühr). Von dort aus sind wir zum Wasserfall und noch ein bisschen weiter gelaufen. Wir hatten einen Bombemblick über das Tal und haben die Bewegung richtig genossen, auch wenn es mehr ein Spaziergang mit bisschen Höhenmetern war.

Wentworth falls

Den überwältigenden Blick über die Blue Mountains genießen
Für die Nacht sind wir wieder zu einem kostenlosen Rastplatz gefahren, auf dem schon einige Camper standen, und haben gekocht und den Abend ruhig ausklingen lassen. 

Samstag, 23. September 2017

Australien - endlich wieder!

5 Jahre ist es her, dass ich Australien verlassen habe.. und jetzt bin ich endlich wieder hier - ich kann es selbst kaum fassen!

Heute ist Tag 9 meines Roadtrips mit Phil, meinem travelmate, einmal quer durch Australien. Wir vor über einer Woche von München nach Perth geflogen. Dort haben wir unseren kleinen Campervan abgeholt und sind in Richtung Osten gefahren.

Wir sind in Australien!!!!
Tag 1: Fr., 15.09.2017
Unser erster Halt war am Cottesloe Beach in Perth. Dort haben wir eine kleine Verschnaufpause (wir waren ja erst am selben Tag in Perth angekommen) eingelegt und haben ein wenig am Strand gedöst.
Im Anschluss sind wir dann aus Perth raus gefahren um noch ein bisschen Strecke zu schaffen an dem Tag. Geschlafen haben wir dann an einem Rastplatz vor Albany. Im Halbdunkeln haben wir sogar noch drei Wallabies über die Wiese hüpfen sehen. Dass das erst mal die letzten Lebenden Hüpfer sein würden, war uns da noch nicht bewusst.
Auf dem Weg zum Zähneputzen habe ich dann auch noch den Sternenhimmel betrachtet und sogar die Milchstraße sehen können!


Tag 2: Sa, 16.09.2017
Nach unserer ersten Nacht im Camper ging es dann über Albany weiter. Da wir den Tag etwas später begonnen haben (wir sind ja noch ein wenig im Jetlag), sind wir nicht ganz bis zum Fitzgerald River National Park gekommen und haben ca. 100km vorher in einer Parkbucht am Highway halt gemacht und geschlafen.

Tag 3: So, 17.09.2017
An Tag 3 haben wir es zum National Park geschafft und haben dort an einer kleinen Camping-Area halt gemacht. Da es noch relativ früh am Nachmittag war, haben wir noch einen kleinen Spaziergang zum Strand gemacht, wo wir einige Zeit dem Meer gelauscht haben und beobachtet haben, wie die Flut sich langsam aber doch sicher den Strand hoch arbeitet.

Freedom

Tag 4: Mo, 18.09.2017
Heute haben wir uns etwas früher auf den Weg gemacht und sind dann gleich mal bei einem netten Roadhouse für 2$ Duschen gegangen. Man muss dazu sagen, dass man in Australien zwar wunderbar super billig oder kostelos campen kann, dann aber natürlich auch keine weiteren Annehmlichkeiten hat, außer dem, was man dabei hat. Und nachdem unser Camper nun mal nur einen Kocher und ein Waschbecken hat, sind wir sehr froh um diese Dusche gewesen.
Unser nächster Halt war in Esperance. Dort haben wir nochmal eingekauft und ein Restemittagessen am Strand gemacht, bevor wir Richtung Norseman abgebogen sind.
In Norseman haben wir einen letzten Tankstop gemacht, bevor es Richtung Osten zur Nullarbor Plain geht. Hier fängt das Outback an.
Geschlafen haben wir dann an einer Rest Area am Highway, die dieses mal sogar ein Klo hatte!
Wieder keine Kängurus, dafür aber ein fantastischer Sternenhimmel waren unser Abendprogramm.

Tag 5: Di, 19.09.2017
Der Tag fing relativ früh an (um 7 Uhr!) und war relativ eintönig. Die Landschaft ist weiterhin sehr faszinierend, auch wenn es irgendwie überall ganz viel nichts gibt.
Einziges Manko der Strecke: viel zu viele tote Kängurus!!!!! Wir waren die ganze Zeit damit beschäftigt keine Eidechsen zu überfahren oder bereits tote Tiere, die mitten auf der Straße liegen, nicht nochmal zu überfahren... Allerdings haben wir kurz vor unserem Ziel dann doch ein Hüpf am Straßenrand stehen sehen. Wir haben selten so gejubelt!
Unser Stop für die Nacht war diesmal an der South Australien Border, wo wir inklusive Dusche, Strom und Waschen geschlafen haben!


Done it!

Tag 6: Mi, 20.09.2017
Da unser Plan beinhaltet zum Ayers Rock und wieder zurück zu fahren, haben wir uns für heute eine Wahnsinnsstrecke vorgenommen. Gut 850km von der Border Village nach Iron Knob.
Ja, es war eine lange Fahrt. Ja wir sind vielleicht etwas in der Dunkelheit gefahren. Nein wir haben in der Dämmerung trotzdem kein Känguru neben der Fahrbahn hüpfen sehen.
Die unterschiedlichen Landschaften, die an uns vorbei  gezogen sind, waren alle auf ihre Weise schön und unglaublich. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie schön diese Weite ist und wie wahnsinnig toll es ist, die langsame Veränderung in der Landschaft wahrzunehmen.
Wahnsinnigerweise war die Stimmung nach der Fahrt immer noch sehr gut und wir hatten dann einen schönen Abend in Iron Knob in unserem kleinen Camper.

Unsere Beifahrer :)

In Coober Pedy :)
Tag 7: Do, 21.09.2017
Unser Plan für den Tag lautet: einkaufen und in Coober Pedy ankommen!
Eingekauft haben wir in Port Augusta und danach sind wir auf dem Stuart Highway nach Norden abgebogen. (ja man biegt wirklich einfach nur ab. Vom Eyre Highway, der von Norseman bis Port Augusta führt biegt man an einem Kreisel einfach nach links ab auf den Stuart Highway, der bis nach Darwin führt. Man kann sich also nicht verfahren!)
Jetzt sind wir wirklich auf dem Weg zum Ayers Rock. Ich kann es kaum fassen.
In Coober Pedy haben wir uns in einem Camper Resort eingebucht, wo wir wieder Strom und Duschen haben. Abends sind wir dann noch auf einen Berg hoch und haben dort einen Blick über die Stadt geworfen. Auch die kleine Kirche, die, wie die meisten Häuser auch, in einem Hügel eingegraben ist, haben wir besucht.
Danach gab es nur das alltägliche Abendprogramm: essen kochen, abspülen, ich schreibe Tagebuch, und Phil schaut Film, dann lese ich ein wenig und gehe vor Phil schlafen...

Tag 8: Fr, 22.09.2017
Für die heutige Etappe habe ich neue Musik auf mein Handy geladen, sodass wir nicht genervt von der ewig selben sind. Unser Weg führt uns weiter den Stuart Highway entlang. Jede Menge nichts um uns herum.
Irgendwann steht man dann plötzlich an der Grenze zum Northern Territory und dann muss man nur noch einmal links abbiegen und es geht für gute 250km auf direktem Weg zum Ayers Rock.
Da wir nicht im teuren Yulara campen wollten, haben wir in einer inoffiziellen Rest Area geschlafen. Von dort aus konnten wir den Uluru sogar schon im Sonnenuntergang beobachten. Ein sehr schöner Einstieg in den morgigen Tag.



Tag 9: Sa, 23.09.2017
Der Wecker hat heute morgen wirklich sehr früh geklingelt. Um 5 Uhr hat er uns aus dem Schlaf geholt. Wir sind dann, noch ganz im Dunkeln, zum National Park rüber gefahren. Wir waren allerdings nicht die einzigen mit der Idee, denn aus Yulara kamen auch einige Autos und Camper und Busse.
Als erstes ging es zum Sunrise-Viewpoint, wo wir um 6.35 Uhr beobachten konnten, wie die Sonne den Ayers Rock nicht wirklich spektakulär enthüllt hat.
Danach sind wir zu einem der beiden Parkplätze gefahren und haben von dort aus unsere Bergumwanderung begonnen. Nachdem ich ja schon zum zweiten Mal hier bin, war das ganze immer noch faszinierend, aber insgesamt sehr vertraut. Ich konnte mich noch an viele Merkmale erinnern.
Wir haben auch noch das eine Foto nachgestellt:


Danach sind wir nochmal zurück zum Viewpoint gefahren, haben noch ein paar Fotos von uns und den Enten und dem Bären gemacht und haben uns dann ein kurzes Frühstück am Parkplatz gegönnt.
Um ca. 10 Uhr sind wir dann los zurück nach Coober Pedy. Dort sind wir dann gegen 18 Uhr angekommen, haben wir uns wieder bei demselben Camperresort eingebucht und machen jetzt dann auch bald Schluss mit dem Tag, denn morgen geht es wieder weiter zurück nach Port Augusta und dann Richtung Adelaide und Kangaroo Island!






Ich vermisse euch alle daheim und ich hoffe, dass wir uns alle im November gut wieder sehen! <3